Master
Hochschule Mainz, Master Kommunikation im Raum

Master-Studiengang Kommunikation im Raum

Hochschule Mainz

Das 3-semestrige Vollzeitstudium Kommunikation im Raum M.A. richtet sich an Absolventen eines Bachelor- oder Diplomstudiums der Fachrichtungen Innenarchitektur, Architektur und Design, die ihre Kompetenzen themenspezifisch erweitern möchten. Kernthema der fachübergreifenden Entwurfs- und Realisierungsaufgaben ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raum als Kommunikationsmedium. In kleinen Semestern werden die Studierenden von unserem interdisziplinären Lehrteam optimal gefördert. Der Mastergrad berechtigt nach zweijähriger Berufspraxis zum Kammereintrag als Innenarchitekt/in. Bewirb dich jetzt!

Bachelor

Ausstellung – Sich der Welt aussetzen – Georg Forster

Betreut von

Prof. Wolf Gutjahr
Jörg Vorhaben

Weiterführende Links
Ausstellung

25.01.-02.02.2018, Staatstehater Mainz
19.03.2018, Landtag Mainz

Aus Anlass des 225. Jahrestages der MAINZER REPUBLIK entwarfen zwölf Studierende der Hochschule Mainz Gestaltung, BA-Studiengang Innenarchitektur, im Wintersemester 2017/18 ein szenografisches Gesamtkonzept für die Mainzer Wirkungsstätten des Wissenschaftlers, Schriftstellers und Revolutionärs Georg Forster. Dieses Projekt setzt nach DIE UNVERHEIRATETE, IN ZUKUNFT: MAINZ, ORESTES und REVOLUTION #1 die erfolgreiche Zusammenarbeit von Hochschule Mainz und Staatstheater Mainz fort und wurde von Prof. Wolf Gutjahr und Chefdramaturg Jörg Vorhaben betreut.

Johann Georg Adam Forster (1754-94) war Ethnologe, Naturforscher, Universitätsbibliothekar, Hochschullehrer, Übersetzer, Reiseschriftsteller, Essayist, Journalist, Zeitungsverleger, Politiker und Revolutionär. Als Achtzehnjähriger nimmt er als Zeichner an der zweiten Weltumsegelung von James Cook (1772-75) teil. Seine Eindrücke der Gesellschaften und sozialen Ordnungen, die er auf dieser Expedition kennenlernt, publiziert er unter dem Titel A VOYAGE AROUND THE WORLD. Dieses Buch macht ihn berühmt.

Lehrtätigkeiten führen ihn an die Universitäten Kassel und Vilnius. 1788 wird er Universitätsoberbibliothekar in Mainz.
Nach Ausrufung der ersten französischen Republik und der Besetzung von Teilen des Rheinlandes des Kurbistums Mainz durch französische Revolutionstruppen im Oktober 1792 wird Georg Forster zum glühenden Vorkämpfer und Mitbegründer der MAINZER REPUBLIK.
Dieser Versuch einer ersten, auf bürgerlich-demokratischen Grundsätzen aufbauenden Republik in Deutschland endet nach wenigen Monaten durch die Rückeroberung von Mainz durch preußische und österreichische Truppen. Georg Forster wird geächtet und stirbt 1794 völlig verarmt und vereinsamt im Alter von nur 39 Jahren im Exil in Paris. Er und sein Werk geraten weitgehend in Vergessenheit.

Im Gegensatz zu dem später durch den mit Forster befreundeten Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859) etablierten eurozentristischen naturwissenschaftlichen Klassifizierungssystem, versuchte Forster bei seinen Reisen die Welt, ihre Gesellschaften und Phänomene zu durchdringen und als gleichwertig zu verstehen. Diese Haltung übertrug er auch auf die zeitgenössischen politischen und intellektuellen Entwicklungen in Europa.
Den Ausbruch der Französischen Revolution betrachtete er wie ein Naturereignis, dessen Kräfte und Strukturen es zu verstehen galt. Heute ist Georg Forsters wissenschaftlicher Ruf unbestritten. Je nach politischer Zeitströmung wurde und wird das politische Wirken Forster bis heute sehr unterschiedlich beurteilt. Das gilt auch für die MAINZER REPUBLIK, die 2018 ihren 225. Jahrestag hat.

Studentische Arbeiten von

Nadja Ayoub
Tobias Böminghaus
Almira Befus
Mascha Dilger
Miriam Eide
Carmen Fischer
Franca Hartard
Shirley-Ann Jurek
Jonathan Knappe
Clara Roth
Franziska Seel
Johanna Wagner

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