Master
Hochschule Mainz, Master Kommunikation im Raum

Master-Studiengang Kommunikation im Raum

Hochschule Mainz

Das 3-semestrige Vollzeitstudium Kommunikation im Raum M.A. richtet sich an Absolventen eines Bachelor- oder Diplomstudiums der Fachrichtungen Innenarchitektur, Architektur und Design, die ihre Kompetenzen themenspezifisch erweitern möchten. Kernthema der fachübergreifenden Entwurfs- und Realisierungsaufgaben ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raum als Kommunikationsmedium. In kleinen Semestern werden die Studierenden von unserem interdisziplinären Lehrteam optimal gefördert. Der Mastergrad berechtigt nach zweijähriger Berufspraxis zum Kammereintrag als Innenarchitekt/in. Bewirb dich jetzt!

Bachelor

Entwurf Raum – Schutzhütte

Betreut von

Prof. Markus Pretnar

Semester

Wintersemester 2018/19

Weiterführende Informationen

Der Solitär

Etwas versteckt liegt der Aussichtspunkt am Bopparder Hamm, der Wanderern als Raststelle und Unterkunft dient. Hier kann man einen wunderbaren Ausblick auf eine der Traumschleifen des Mittelrheins genießen. Der Solitär liegt inmitten mächtiger Eichen auf einer kleinen Lichtung und ragt ins Tal hinein. Durch seine großzügige Fensterfront und die Nord-Süd-Ausrichtung kann das Tageslicht optimal genutzt werden.

Hochschule Mainz, Der Solitär, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Nina Hattemer
Entwurf, Nina Hattemer
Hochschule Mainz, Der Solitär, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Nina Hattemer

Die Schutzhütte für acht Personen besteht aus zwei Baukörpern, die sich gegenseitig durchdringen. Der schmale Eingang zieht sich in den Wohnraum hinein und gibt am Ende den Blick auf das Tal frei. Hierdurch entsteht eine dramatische Eingangssituation, bei der der Besucher in den Innenraum gesogen wird. Der schwarz gefärbte Beton steht hier in starkem Kontrast zum hellen Wohnraum mit großer Fensterfront.

Hochschule Mainz, Der Solitär, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Nina Hattemer
Entwurf, Nina Hattemer

Der Solitär lässt sich durch eine zweiflügelige Holztür betreten, die beim Öffnen in den Wänden der Betonmauern verschwindet. Der Wohnraum kragt weit über den Betonköper aus und ist in zwei Ebenen gegliedert. Im Erdgeschoss befinden sich Bad und Küche seitlich des Eingangsbereiches. Hauptaugenmerk des Solitärs bleibt der verhältnismäßig große Aussichtsbereich. Der Blick des Besuchers soll durch keine unnötigen Einrichtungen gestört werden. Lediglich eine Sitzbank, die sich über die komplette Breite des Wohnraumes erstreckt, ist hier zu finden. In Segmenten kann die Rückenlehne aufgestellt werden und lädt zum Verweilen an der Fensterfront ein. Seitlich des Aussichtsbereiches führt eine schmale Treppe ins Obergeschoss, in dem sich der Schlafbereich befindet. Auf zwei Ebenen sind hier festangelegte Schlafplätze vorgesehen. Sie befinden sich unter dem schrägen Dach des Baukörpers und besitzen nur einen geringen Abstand zueinander. Beim Betreten des Obergeschosses kann der Besucher somit kaum ein paar Meter weit schauen. Erst beim Einnehmen der Schlafposition ist es möglich, die volle Aussicht auf das Tal zu genießen.

Studentin

Nina Hattemer

Hochschule Mainz, Der Solitär, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Nina Hattemer
Entwurf, Nina Hattemer

KOL — Ankommen, beisammen sein, zurückziehen

Die Schutzhütte KOL gestaltet den Aufenthalt in der Natur für deren Besucher in drei Abschnitten. Der Erste beginnt bereits mit dem Sichtkontakt, den die Wanderer bei der Ankunft am Aussichtspunkt aufnehmen.

Hochschule Mainz, Kol, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Sarah Minkiewicz
Entwurf, Sarah Minkiewicz

Ein Gemeinschaftsraum für bis zu acht Personen bietet die Möglichkeit, sich auszuruhen und Verpflegung bereitzustellen. Dabei besteht weiterhin der Bezug zur Umgebung. Am Ende des Tages kann sich jeder in eine der acht Schlafkojen zurückziehen. Durch deren radiale Anordnung generieren diese einen ganz individuellen Blickbezug zur Umgebung.

Studentin

Sarah Minkiewicz

Hochschule Mainz, Kol, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Sarah Minkiewicz
Hochschule Mainz, Kol, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Sarah Minkiewicz

Monosculpture

Eine skulpturale Architektur, eine Schutzhütte mal anders. Ungewohnt in der Formensprache und inspiriert von der Umgebung steht sie im unteren rechten Teil der Friedrichsruh. Skulpturale Ästhetik und die steilen Felshänge, welche beidseitig des Rheins hervorgehen, dienen als Inspiration. Angepasst an den Baumbestand, direkt am Abhang und mit ungestörten, gezielten Blick zur aufgehenden Sonne und ins Rheintal.

Hochschule Mainz, Monosculpture, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte Verena Bezzel

Neue, ungewohnte Perspektiven, das Spiel von Licht und Schatten, das Wiederaufgreifen des vorhandenen Gefälles im Innenraum, sowie die Gegebenheiten, dass sich die Schutzhütte von klein nach groß entwickelt, sorgt für Spannung in jeder Hinsicht. Die Schutzhütte in ihrer Form und Ästhetik ist ausgerichtet an den verwendeten Materialien Lehm und Holz. Eine Trennung dieser beiden Faktoren würde die Schutzhütte in ihrem Ganzen nicht wirken lassen. Die Wirkung, Detailtreue und facettenreiche Fassadengestaltung wird durch die Wahl der Materialien nicht nur unterstützt, sondern zum Teil erst möglich gemacht. Durch die Verwendung von Stampflehm und dem Zuschlag lokalen Schiefers wird die ortsbezogene Verbindung nochmals bestärkt. Eine offene Architektur, die durch gezielte Öffnungen, in der Fassade und in der Dachkonstruktion aus Holz, eine gewisse Rauheit schafft. Nichts wird versteckt, alle einzelnen Elemente sind sichtbar und bei schlechtem Wetter ist es gewollt, dass der Regen im Innenraum erlebbar ist. Keine Luxusarchitektur sondern eine Schutzhütte, welche Schutz für acht Personen bietet. Es geht um die Erfahrung, um neue Blickwinkel und Perspektiven, die nach einer gemeinsamen Wandertour weiter erlebt werden können.

Studentin

Verena Bezzel

Hochschule Mainz, Nature’s Window, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte von Ines Wiedel

Nature’s Window

Der Name der Schutzütte NATURES’S WINDOW leitet sich durch ihre große Öffnung ab, durch die die Natur hindurchfließen kann und somit auch innerhalb der Hütte erlebbar wird. Dieser einzigartige Ort dient als Ess- und Aufenthaltsbereich, wodurch die Gemeinschaft und die Nähe zur Natur in den Mittelpunkt des Aufenthalts rücken. Bei der Ankunft wird zunächst die schimmernde Außenhülle aus reflektierenden Aluminiumschindeln wahrgenommen, in der sich die Umgebung widerspiegelt. Dadurch erscheint die Schutzhütte als individuelle Architektur, die sich dennoch ihrer Umgebung anpasst. Im Kontrast dazu steht der Ess- und Aufenthaltsbereich, der mit warmen Materialien wie Eichenholz ausgestattet ist. Diese außergewöhnliche Unterkunft für abenteuerlustige Familien mit Kindern geht in ihrer Formensprache auf ihre Nutzer ein: das Dach fällt zur Seite hin ab, wodurch ein behaglicher Unterschlupf für Kinder im Schlafbereich entsteht. Außerdem sind die Bänke und der Tisch im Essbereich in der Höhe angepasst, um den Kindern einen individuellen Bereich zu schaffen.

Hochschule Mainz, Nature’s Window, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte von Ines Wiedel
Entwurf, Ines Wiedel

Die Schutzhütte verfügt im Obergeschoss über einen Wassertank. Dieser befindet sich direkt über der Nasszelle, sodass das Wasser direkt durch den an der Decke platzierten Duschkopf laufen kann. Mit Hilfe eines Durchbruchs im Boden kann das Wasser nach dem Filtern auf den Waldboden abgeleitet werden. Im Erdgeschoss befinden sich im Schrank unter dem Herd die Gasflaschen zum Kochen. Der Schrank ist aus Sicherheitsgründen abgeschlossen und der Schlüssel kann vor dem Aufenthalt in der Hütte bei der Gemeinde abgeholt werden. Die große Öffnung ist als Notunterkunft für Wanderer immer zugänglich. Die Nutzung der Schutzhütte kann ganzjährig erfolgen. Durch die flexibel verschiebbaren Tore vor dem großen Fenster kann der Gemeinschaftsbereich vor schlechten Witterungsverhältnissen geschützt werden. Die Konstruktion der Schutzhütte erfolgt in Holzrahmenbauweise.

Hochschule Mainz, Nature’s Window, Bachelor Entwurf Raum Schutzhütte von Ines Wiedel

Das Erd- und Obergeschoss werden jeweils separat auf den Anhängern eines Lastwagens transportiert. Vor Ort wird nun das Obergeschoss auf das Erdgeschoss gesetzt. Mit Hilfe von Gewindestangen werden die Bauteile fixiert und mit Muttern gesichert.

Studentin

Ines Wiedl

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