Master
Hochschule Mainz, Master Kommunikation im Raum

Master-Studiengang Kommunikation im Raum

Hochschule Mainz

Das 3-semestrige Vollzeitstudium Kommunikation im Raum M.A. richtet sich an Absolventen eines Bachelor- oder Diplomstudiums der Fachrichtungen Innenarchitektur, Architektur und Design, die ihre Kompetenzen themenspezifisch erweitern möchten. Kernthema der fachübergreifenden Entwurfs- und Realisierungsaufgaben ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raum als Kommunikationsmedium. In kleinen Semestern werden die Studierenden von unserem interdisziplinären Lehrteam optimal gefördert. Der Mastergrad berechtigt nach zweijähriger Berufspraxis zum Kammereintrag als Innenarchitekt/in. Bewirb dich jetzt!

Bachelor

Entwurf Szenischer Raum – Weltenräume

Betreut von

Prof. Andreas Kaiser
Prof. Wolf Gutjahr
Jörg Vorhaben, Chefdramaturg

Hochschule Mainz, Mein rechter rechter Platz ist frei, Master Entwurf Szenischer Raum Weltenräume von Isabel Hane
Entwurf, Isabel Hane
Semester

Wintersemester 2018/19

Mein rechter, rechter Platz ist frei

Bordeauxrot – die Farbe des deutschen Passes. Schaut man sich die Farben der Einbanddecken der anderen EU-Mitgliedsstaaten an, so ergibt sich ein harmonischer Color Script aus roten und violetten Tönen – eine Harmonie der Kollektivität. Doch diese Kollektivität gerät schnell ins wanken, wenn man sich die Stellung der einzelnen Staaten in der Flüchtlingspolitik vor Augen führt. Der vermeintliche Eindruck der Willkommenskultur, frei nach dem Motto – Mein rechter, rechter Platz ist frei – bekommt bei genauerem Hinsehen einen Rechtsruck – ein Widerspruch in sich.

Es wirkt wie ein riesiges Spiel, wo Länder Hütchen hin und her schieben, um am Ende als Gewinner dazustehen. Die Verlierer des Spieles sind diejenigen, die aus ihrem eigenen Land flüchten, in der Hoffnung in der Europäischen Union Schutz zu finden. Schutz in Zelten, die kein Schutz sind – Eine fragile Struktur, die zum verweilen einlädt?
»Staatsangehörigkeit ist ein Hütchen in einem beschissenen Hütchenspiel für die oben auf dem Dach« – Chris Thorpe, Status

Studentin

Isabel Hane

INFLATABLE TRANSIT PROTECTION BARRIER

Der Sicherheitsbereich am Flughafen liegt wie eine staatenlose Enklave zwischen einem Land und dem Nächsten und gehorcht seinen eigenen, undurchsichtigen Regeln. Persönliche Ängste oder politische Spannungen können für viele Menschen das Durchqueren dieser Transitzone und der damit verbundenen Kontrollen zu einem möglicherweise unüberwindbaren Hindernis werden lassen.

Hochschule Mainz, INFLATABLE TRANSIT PROTECTION BARRIER, Master Entwurf Szenischer Raum Weltenräume von Julian Vettermann
Entwurf, Julian Vettermann

Mit der INFLATABLE TRANSIT PROTECTION BARRIER wird das Große Haus des Staatstheater Mainz zum Transitbereich zwischen Bühnen- und Alltagswelt und macht dem Theatergast die Eigenarten des Sicherheitsbereichs und seine verschiedenen emotionalen Aggregatzustände erlebbar. An allen öffentlichen Ein- und Ausgängen, sowie wichtigen Knotenpunkten im Inneren des Gebäudes, sind Barrieren aus verklebter Kunststofffolie platziert, die sich willkürlich aufblasen, sich mit der Raumgeometrie verkeilen und so Eingänge verschließen, Wege versperren und den Theatergast zum Improvisieren auffordern. Ein 1:1-Prototyp wurde im Januar 2019 im Staatstheater Mainz ausgestellt.

Student

Julian Vettermann

Resolution 217 A(III) Artikel 1

In der Arbeit RESOLUTION 217A (III) ARTIKEL 1 geht es um die Mehrdeutigkeit von Gesten. Sie haben je nach kulturellem, politischem oder rituellem Kontext verschiedene Bedeutungen. Gleichzeitig werden aber ein und dieselbe Geste dafür genutzt. Für diese Arbeit wurde eine tiefe Verbeugung ausgewählt. Sie steht stellvertretend für kulturübergreifende Güter, die aufzeigen, wie ähnlich sich die Menschheit ist.

Hochschule Mainz, Resolution 217 A(III) Artikel 1, Master Entwurf Szenischer Raum Weltenräume von Sonja Hilpert
Entwurf, Sonja Hilpert
Hochschule Mainz, Resolution 217 A(III) Artikel 1, Master Entwurf Szenischer Raum Weltenräume von Sonja Hilpert

Steht man vor der schwarzen Box, die im Staatstheater Mainz im Winter 2019 aufgebaut wurde, sieht man einen hell erleuchteten Raum, der zur Hälfte verspiegelt ist. Auf seinem Boden liegen eine Matte und ein rundes Kissen. Sobald man eintritt, erlischt das Licht und eine Projektion auf der Matte wird sichtbar. Im Wechsel werden verschiedene Muster und eine jeweils dazu passende Geschichte abgebildet. Sie kann von dem Besucher im Spiegel gelesen und als Handlungsanweisung interpretiert werden. Führt man die Bewegungen durch, spürt man die verschiedene Bedeutung dieser im sich jeweils verändernden Kontext. Als Unterstützung der Raumwirkung gibt es zusätzlich Klänge, die der jeweiligen Kultur oder dem Ritus entspringen.

Durch die Schrägstellung der seitlichen Spiegel, sitzt man selbst in der Mitte einer Gruppe von zehn Menschen, die aus einem selbst besteht. Man sitzt mit sich selbst im Kreis und bildet seine eigene Welt, sein eigenes Volk, sein eigenes Parlament.

Studentin

Sonja Hilpert

Seminar

Pfeil am Textende

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