Master
Hochschule Mainz, Master Kommunikation im Raum

Master-Studiengang Kommunikation im Raum

Hochschule Mainz

Das 3-semestrige Vollzeitstudium Kommunikation im Raum M.A. richtet sich an Absolventen eines Bachelor- oder Diplomstudiums der Fachrichtungen Innenarchitektur, Architektur und Design, die ihre Kompetenzen themenspezifisch erweitern möchten. Kernthema der fachübergreifenden Entwurfs- und Realisierungsaufgaben ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit dem architektonischen Raum als Kommunikationsmedium. In kleinen Semestern werden die Studierenden von unserem interdisziplinären Lehrteam optimal gefördert. Der Mastergrad berechtigt nach zweijähriger Berufspraxis zum Kammereintrag als Innenarchitekt/in. Bewirb dich jetzt!

Bachelor

Kommunikation im Raum – Explore and Expand

Betreut von

Prof. Markus Pretnar

Studierende

Tobias Böminghaus
Isabel Hane
Sonia Hilpert
Janina Hopp
Laura Jung
Isabel Mandler
Hussein Nabolsi
Manuela Schnell
Yasaman Soleymanian
Laura Vaccaro
Julian Vettermann

Weiterführende Informationen

mehr Informationen zur vierten KIR-Ausgabe sind in der Assistenz Innenarchitektur einzuholen.

Als Gestalter, so das Klischee, sind wir originär schöpferisch tätig. Dem kreativen Schaffen liegt für viele Menschen der Nimbus einer Art Gabe oder mysteriösen Kraft inne, über die einige Menschen verfügen, andere nicht. Auf der anderen Seite des Klischees kennt jeder Gestalter entweder kreative Blockaden oder, und es fragt sich manchmal was folgenschwerer ist, den horror vacui, der einen (-als im Normalfall fürchterlich anzunehmenden-) unkontrollierten Gestaltungsreflex auslösen kann.

Die vierte Ausgabe des KiR-Magazins widmet sich einem Thema, das exakt zwischen Inspiration und Kreativitätstechnik verortet werden kann und somit einigen der grundlegenden Wesenszüge der Kreativität begegnet: Die Entdeckung!

Warum ist das »Entdecken« interessant für Gestalter? In der Entdeckung liegt das Aufdecken, Aufzeigen von bereits Vorhandenem und dessen erstmalige Beschreibung, also potentiell dessen erstmalige Nutzbarmachung, inne. Übertragen auf angewandte Gestaltung ist die ‚Entdeckung‘ also etwas, was räumliche Gestaltung verändert, voranbringt und möglicherweise verbessert. Dabei ist es offen, welchen Bereich die Entdeckung betrifft, ob es formale, ästhetische, atmosphärische, technische oder strukturelle Entdeckungen sind.
Dem vorangestellt ist häufig die Suche nach einer Entdeckung durch Analysieren, Beobachten, Experimentieren und Spekulieren. Manchmal macht man auch zufällig eine Entdeckung. Immer aber ist die Entdeckung mindestens der Vorläufer, meistens sogar das Gegenteil einer Erfindung.

Eine Erfindung ist eine schöpferische Leistung, durch die eine neue Problemlösung, also die Erreichung eines neuen Zieles mit bekannten Mitteln oder eines bekannten Zieles mit neuen Mitteln oder eines neuen Zieles mit neuen Mitteln, ermöglicht wird. Eine Entdeckung betrifft bereits Vorhandenes, das bislang unbekannt und dessen Nutzen unbestimmt ist. Damit hat sich, außer dem damit verbundenen Wissens­zuwachs eines Einzelnen oder der Allgemeinheit, infolge der Entdeckung nichts geändert.

Eine Erfindung dagegen betrifft stets eine neue Erkenntnis, die bisher nicht da gewesen ist. Diese Sache steht jedoch mit bereits Bekanntem in einem Zusammenhang, sie tritt nicht als etwas völlig Neues auf. Es werden an bekannten Gegenständen oder Verfahren Veränderungen vorgenommen, so dass ihre Wirkung qualitativ oder quantitativ verbessert wird.

Somit nimmt die bewusste Hinwendung auf den »entdeckerischen« Teil des Gestaltungsprozesses den Verwertungs- und Innovationsdruck aus dem Prozess. Das Entdecken macht das Gestalten leichter und intuitiver. Denn: Wir sind am kreativsten, wenn wir durch ein leidenschaftliches Interesse motiviert werden.

Wie nähert man sich dem Begriff, ohne ihn durch zu viel Zugriff und Kontrolle seiner eingeschriebenen Magie zu berauben? Wie macht man Entdeckungen, ohne sie mit Erfindungen zu verwechseln?

Damit hat sich im Sommersemester 2019 die Masterklasse des Studiengangs Kommunikation im Raum beschäftigt und aus den Beobachtungen, Exkursionen und Entdeckungen ist das vorliegende Themenheft der KiR-Magazinreihe erwachsen.

Warschau Exkursion

Im Rahmen des Fachs »Kommunikation im Raum« besuchte die Masterklasse des gleichnamigen Studiengangs unsere neue Partnerhochschule, die »Polnisch-Japanische Hochschule für Computertechnologie« in Warschau. Begleitend zum Seminarthema galt es die Hochschule, Stadt und das Leben in und um Warschau zu entdecken und erste Kontakte zu knüpfen.

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